Petros, der Fels…

…das ist der Ölfelsen, aus dem das schwarze Gold strömt und weshalb die Konzerne tagen, um die Fördermengen fest zu legen, um den Preis zu halten. Das ist die Wüste mit ihren Bohrtürmen, nicht mir ihren Resten an Kultur in Säulen, Festungen und Tempeln.

Oder es überschneidet sich.

Petroleum, das Zauberwort für den Verbrennungsmotor der Deutschen, der Sachsen, der Schwaben, der Bayern und von VW – meine Klasse jetzt wieder, Benziner, G5.

GOLF.

„Du bist der Fels, auf den will ich meine Kirche bauen“, sagt Jesus zu Simon, weil der an ihn glaubt als an den Messias, erwartet von allen.

Wenn sie es auch nicht zugeben.

Ruf die Predigt auf, die von dem 2. Brief des Petrus handelt (Neues Testament). In der Epiphaniaszeit, die zu Ende geht mit dem 31. Januar in diesem neuen Jahr 2021.“Nimm und lies!“ Schlag die Bibel auf. Wie in der Predigt angegeben.

Stille Nacht

Wir wünschen allen Lesern unserer Kolumnen in Michael Wohlfarths Blog http://kaparkona.blog ein gesegnetes Weihnachtsfest 2020 und ein gutes Neues Jahr 2021.

Möge das Friedenslicht von Bethlehem, Jesus, uns leuchten in der Finsternis, wenn sie uns umgibt. Und beschützen vor dem grellen Scheinwerferlicht sich überstürzender Meinungen. Daß wir die Ruhe finden, oh, Gott, die uns tun läßt, was nötig ist.

Amen.

Ich freue mich in dem HERRN

Nikolaustag 6.Dezember 2020 am 2.Advent in der Stadtkirche St. Laurentius in Berlin – Köpenick…und keine Ende in Sicht… denn dann kommt der Weihnachtsmann, der durch die Esse rutscht?
Und das ist dann der nordische JULKLAP.
Ist das Heidentum?
Heidentum war auch Religion.
Und die Götter der verflossenen Religion sind die Teufel der jetzigen.
Lehrt uns die Religionsgeschcihte.

Ist die Geschichte am Ende?
In der säkularisierten Welt?

Mitnichten.
Draußen vor der Tür steht dann nicht mehr der …, der draußen vom Wald kommt… oder die Weihanchtshexe, die durch die Esse rauscht, sondern?
Der Islam?

Interessanter Weise finden wir im Koran den Weltenrichter, der JESUS heißt.

In den Lesungen zum Nicolaustag ist der Prophet JESAJA besonders eindrücklich mit seiner HEILSPROPHETIE, die wir zur Zeit besonders gut gebrauchen können.

Im Predigtvorschlag zum 3. Advent, der in diesem Jahr 2020 nach Christi Geburt zusammen fällt mit dem 6. Dezember, geht es nicht so frohgemut zu, sondern es wird der Ernst der Lage geschildert, die auf uns zukommt, wenn…

Das macht auch ein Heiliger: JAKOBUS, dem heute alles hinterher rennt bis nach Santiago de Campostela. Ja, auf diesem Weg können wir auch Geduld lernen und wenn wir hören, daß der Richter vor der Tür steht und glauben können, daß es der Christus ist, werden wir auch die nötige Gelassenheit und Geduld lernen, die nötig ist, um auch in kriesenhaften Zeiten die Wege des Alltags zu laufen.

Die Apokalypse in Christus Jesus nimmt uns im GLAUBEN die Angst und die Verzweiflung und läßt wachsen, was gut ist für uns und in uns, die Früchte des Glaubens, die wir zum Leben brauchen.
NIMM UND LIES

Leviathan

Das Kirchenjahr ist zu Ende. Wir sind im Niemandsland. Advent ist morgen. Genau: in sieben Tagen.

Leviathan?

Ja, genau Leviathan.

Das Meer ist eine Gefahr, was verbirgt sich darin?

In der Glaubenswelt der Israeliten spielt es eine große Rolle. In ihm haust LEVIATHAN. Die Verkörperung des unheimlich Bösen. Natürlich ist das Mythologie und in den Meerfahrten des Odysseus kommen diese Dinge ebenso vor wie in anderen Religionen. Auch das alte Israel gehört zur Antike.

DIE ANTIKE DAS ALTE WAS HAT ES UNS ZU SAGEN.

Man könnte auch sagen, diese Landratten, diese Israeliten.Sie mögen das Meer nicht. Sie sind Nomaden und Bauern, Viehhändler – und Treiber, die dem Wasser viel abgewinnen können, weil sie es zum Trinken brauchen, sonst verdursten sie. Wenn es nicht da ist, ist Wüste. Tod.

Aber es muß trinkbar sein für Vieh und Mensch.

Aber das Meer ist nicht trinkbar, es ist Salz.

Du verdurstest, wenn du es trinkst in deiner Not.

Aber es ist sehr nahe! DAS MEER.

Das Meer für das Volk Gottes, des JAHWÄH, ist rettend, wenn es der HERR lenkt. Wie in der Geschichte des AUSZUGS. Wie in der Geschichte des PHARAO, der das GOTTESVOLK verfolgt und in den Fluten umkommt mit seinen Heerscharen.

Es ist unberechenbar, das Meer. Es ist nicht das Land. Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

Wer den Schwachen und Kleinen etwas – und sei es auch nur das Geringste – antut, gehört an der tiefsten Stelle des Meeres versenkt zu werden mit einem Mühlstein um den Hals. Wie kann Jesus so etwas sagen. Er kann es.

Wir sollten ihn nicht unterschätzen, den Weltenrichter.

Nimm und lies die Geschichte eines Traums am Rande des Meeres für Dich.

Die Predigt, die Du findest, handelt nicht von der Klugheit und Unklugheit von jungen Frauen, die auf ein Fest gehen, auf eine Hochzeit. Der Bräutigam kommt ihnen entgegen. Die Braut wartet schon. Aber alles dauert viel zu lange. Die Spannung ist kaum auszuhalten. Wir haben keine Zeit für solche Spiele. Dabei ist das die Schönheit des GLAUBENS, der GEMEINDE, um die es geht. Es ist die Schönheit der geschmückten Braut, die auf den Bräutigam wartet: CHRISTUS. Es ist das Evangelium nach Matthäus am letzten Sonntag des Kirchenjahres; das war gestern. Nimm und lies.

Die Predigt – Offfenbarung 21 – handelt von der Stadt!

DASS JERUSALEM DIE GOLDENE STADT MIT DEN GOLDENEN GASSEN SICH HERABSENKT IST DAS BILD DER OFFENBARUNG DES JOHANNES IM LETZTEN BUCH DER BIBEL FÜR GOTT DER ZU UNS KOMMT UND UNTER UNS WOHNT.

Er selber gründet in Jesus seine Gemeinde in unserer Welt und auch in unserer Zeit.

Das ist tröstlich in der Zeit der Pandemie, in der Zeit der Traurigkeit, in der Zeit der Trauer für Menschen, die jemanden verloren haben, der ihnen lebenswichtig war.

Das ist Weihnachten.

Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart.

Deswegen laßt uns feiern und uns im Advent darauf vorbereiten, daß erkommt und mitten unter uns wohnen wird.AMEN.

Ochsen

Ochsen sind kastrierte Bullen. Sie ziehen den Pflug und wissen wo die Futterkrippe steht. In den kleinen Landwirtschaften haben sie ein große Bedeutung. Wo es keine Traktoren gibt -auch heute.

Das habe ich gelernt durch unseren Weltladen.

Und als Kind in unserem Dorf.

Ein Ochse war schon etwas, mehr als eine arme Kuh, die auch vor den Wagen gespannt wurde.

Oder zwei.

Überhaupt die Kleinbauern. Auf den ganzen Welt. Wie sie sich ähneln. Dazu steht ein Büchlein in einem unserer Regale, geschrieben von einem Priester bei Berlin.

Birkenwerder.

In einem Kloster.

Jesus hatte etwas übrig für die Kleinbauern steht da drin.

Ja, das stimmt: in einer unserer vielen BIBELSTUNDEN in Thüringen wurde mir – uns auf einmal klar, dass die Geschichte vom vierfachen Ackerfeld auch heute noch zu besichtigen ist in der so genannten 3. Welt.

Du erinnerst Dich. Jesus wirft die Saat aus auf steinigen Boden, auf Böden voller Dornen, dorthin, wo der Boden viel zu fest getreten wurde und auf den guten Boden, wo die Saat nciht nur aufgehen kann, sondern auch reifen bis zur Frucht.

Israel zur Zeit Jesu kennt nicht die Aufklärung des 19. Jahrhunderts in Mitteleuropa, die zu den Ackerfeldern führte und entsprechenden Ernten, wie wir sie kennen. Bildhaft wird das für uns 2020 Jahre nach Christi Geburt durch die Bilder von BROT FÜR DIE WELT, wenn Frauen den Pflug ziehen oder den Boden mit einer Holzharke vorbereiten für die Aussaat.

Von Feld, Saat und Ernte handelt die Predigt und von unerlaubtem Raufen der Ähren.

NIMM UND LIES die BIBEL MARKUS Zweites Kapitel. Die Verse 23 – 28.

Der Alte Adam

1

Der alte Adam ist der alte Mann.

Der alte Mann auf dem Meer?

Wie ihn Ernest Hemingway beschreibt?

Vielleicht.

In seiner ganzen stummen Verzweiflung zum Schluss

als er das Skelet sieht.

Angekettet am Bootsrand.

Da war kein Hai mehr.

Die waren inzwischen weit draußen auf dem weiten Meer.

Die Haie, die ihn betrogen haben um seinen Fang.

Diesen unglaublichen Fang.

Das Boot wäre untergegngen.

Es ging nur so.

Wer betrügt uns?

Um unser Lebenswerk?

Uns, die alten Männer

aus einer anderen Zeit?

H. hat das nicht ausgehalten.

Könnte man meinen.

Keiner weiß,

ob sich der Schuss nicht von alleine gelöst hat

beim Putzen des Gewehres

zum Jagen.

2

Der ALTE ADAM. Das sind wir. Das ist die alte Schöpfung. Die erste. Die zweite nach der Sintflut: die Geretteten. Das ist die Krone der Schöpfung. Ich weiß, wie es der Arzt im alten Osten Berlins gesehen hat, der aber immer auch die Güte gesehen hat in jeder noch so vertrackten Geschichte, die ihm unter die Augen gekommen ist.

Gottfried Benn.

Die Güte, die gerettet werden muss.

Die der Allmächtige retten wird über den Tod hinaus.

3

Der alte und er neue Mensch. Lesen Sie in der Bibel die Briefe, die an Gemeinden geschrieben worden sind, die es in sich hatten. Den Brief zum Beispiel an die neu gegründete Gemeinde in EPHESUS. Hier eine Auslegung dazu an einem Sonntag der Trinitatiszeit, dem 19. Sonntag.

Der Mann auf dem Berg

Inzwischen ist es Herbst geworden, richtiger Herbst. Manche sagen seit anderthalb Monaten, meteorologisch gesehen. Ich möchte bei m Kalender bleiben: seit 4 Wochen. Milde, kühl. Warm. Kalt. In der Nacht und am Tag. Pilze kaum, oder wir kommen zur Unzeit. Die schönsten – wie immer – die ROTEN. Die Giftigen. Die den Rausch verursachen.

Regen. Regen. Regen. Gott sei Dank. Sogar nachts, damit die Bummler trotz allem einen schönen Tag haben. Mir fällt ELIA ein, der Gott bittet, dass es nicht regnet, damit die gestraft würden, die es seiner Ansicht nach auch verdient haben: „Das halsstarrige Volk.“ Mir fällt ELIA ein, den Mendelsohn vertont hat. Der Gott bittet, dass es regnet, weil es ja nun genug ist.

Ich freue mich, wenn der Regen fällt. Laut und leise.

Mir fällt auch NOAH ein, der einen Regenbogen gesehen als Bundeszeichen für die Erhaltung der Welt. Dass sie nicht aufhört. Nach der Sintflut. Und mir fällt der Mann auf dem Berg ein: MOSE, nach dem eine ganze Religion benannt worden ist – die MOSAISCHE. Er empfängt die Gesetzestafeln auf denen die Gebote stehen, nach denen wir leben sollen, damit unsere Kultur, die wir uns mühsam aufgebaut haben nicht untergeht, damit menschliches Zusammenleben möglich bleibt – trotz und wegen aller Konflikte.

Der Predigttext zum 18. Sonntag in der Trinitatiszeit am 11. 10. 2020 ist zu finden im so genannten deuteronomistischen Geschichtswerk im AT.

Er steht im 5.Buch Mose (Deuteronomium) Kap.30, 11 – 14. Da ist der Mann Gottes nicht mehr auf dem Berg, sondern er legt die Gebote, die im Grunde Verheißungen sind, seinem Volk vor.

Sie sollen sich entscheiden, ob sie den Weg des Heils oder des Unheils gehen wollen. Ob sie den Weg Gottes gehen wollen – jeden Weg mit ihrem Gott, der sich ihnen offenbart hat- oder ihren eigenen Weg, ohne den HERRN.

Die Predigt ist gehalten worden unter Corona – Bedingungen am 11. Oktober 20 in der Jesuskirche zu Kaulsdorf (Berlin), der Wirkungsstätte von Probst Grüber. Eine Erinnerungstafel erinnert an ihn, der den verfolgten Juden Hilfe anbot in der Zeit, als der National – Sozialismus in Deutschland herrschte.

Nimm und lies!

Einigungsgrüsse

Am Tag der Deutschen Einheit haben wir uns aufgemacht und sind bei schönem Wetter in die Innenstadt Berlins gefahren. Unser Ziel: Anklamer Straße. Dort konnten wir gut unseren roten Käfer abstellen, dachten wir. Aber da meine Frau Margard nicht so sehr gerne läuft, sind wir um die Ecke gebogen, die ehemalige Egon – Schulz – Straße hoch gefahren, sehr nahe an die ehemalige Grenze mitten in Berlin. Dort war auch noch eine Lücke. Und feiertags keine Parkgebühren. Die Glocken läuteten schon. Jetzt draußen auf dem Roggenfeld die Glockentürme mit drei GLocken. Aus der gesprengten Versöhnungskirche? Das wissen wir nicht. Andere Teile wie Altar, Stuckelemente sind aufgehoben und aus- bzw. wieder aufgestellt in der neuen Versöhnungskapelle aus Holz. Alles ein paar Schritte abwärts. Die Strelitzer (Schulz) – Straße links abbiegen, die Bernauer entlang, weil da Sonne ist gegen 11.00 Uhr am 3.Oktober 2020. Dreißig Jahre Wiedervereinigung. Gefeiert in unserem Kietz (von 1969 bis 1975) ohne dreifache Mauer, nur noch die Grundrisse aus Stahl, gegossen in die Wiese hinein, des Regimes, des GRENZREGIMES, sichtbar. An den Stirnwänden Richtung Süden: z.B.Ackerstraße, die dramatischen Szenen der Flucht. Auf der Westseite die Bernauer Fassaden WEST. Nie gesprengt. Wie die Versöhnungskirche, wie die andere Seite der Straße: OST. ALso draußen CORONA. Ein farbiger Prediger aus Neukölln mit seiner Band. Mir genügt das Offene HOLZZELT mit dem Altar der neogotischen Versöhnungskirche, hergegeben 1975 in einem DEAL die Evangelische Kirche in Berlin für ein Grundstück in dem Stadtteil, in dem unsere ersten beiden Kinder geboren wurden: Kaulsdorf, damals Ortsteil Berlins, Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik. Dort steht jetzt seit über 5o Jahren eine ähnliche Kirche aus ähnlichem Material wie die NEUE VERSÖHNUNGKIRCHE AUF DEM EHEMALIGEN GRENZSTREIFEN ZWISCHEN BERLIN-OST UND BERLIN-WEST. Nach dem Fall der Mauer errichtet. Ich sitze in dieser Kapelle und bin froh, daß die Kirchen ihre Türen aufmachen. Jetzt müssen sie es, endlich, weil es draußen noch gesünder ist, zu singen. Draußen wird gebetet, gesungen. Der Prediger ist noch nicht am Ziel, ich aber gehe die Stufen hinunter Richtung Süden. Da ist ein Friedhof mit einem Kreuz, gestiftet von Friedrich Wilhelm IV. Wunderbar als Vordergrund, wenn du rückwärtsgewandt den Holzrundbau in‘ s Bild bekommen willst, ein wenig verstellt mit Containern und ihren Aufschriften: ANTIFA. –

Wo sind sie geblieben? Wo war das Grab: MEINER LIEBEN DICKEN in den 70er Jahren. Wir suchen den Ausgang Gartenstraße und wissen: Ah, gegenüber! Dort die Fluchttunnel, dort die Gräber, die wir kannten.

Unsere Nachbarn, die uns zum Fernsehen eingeladen hatten.

Die Kinder schliefen.

Jetzt sind sie offen die Querstraßen zwischen der Invalidenstraße und der Bernauer.

Du siehst nicht mehr den Turm der Versöhnungskirche, die zum Politikum geworden ist. Was ist nicht dazu geworden? Vielleicht das Schicksal der Berliner? Du kannst ihn nicht mehr sehen. Es gibt keinen. Nur ein Kreuz an der runden Holzwand ist erkennbar auf meinen Fotos, die ich geschossen habe von diesem Tag.

Längst waren wir in dem gesegneten Land Thüringen, es war nicht gespalten, jedenfalls nicht in einen amerikanischen und sowjetischen Sektor, nicht in Länder mit französischer Rechtstradition oder englischer, im Unterschied zur sowjetischen?! Längst waren wir dort? Ja, 10 Jahre, nachdem wir gegangen waren, fiel er über Nacht. Immer hatten wir ihn gesehen durch den Hinterhof hinüber zur Mauer. Alles still, wenn nicht geschossen wurde. Autos gab es nicht.

DANKE, GOTT, habe ich in das Gästebuch geschrieben. Das genügte mir.

Mitarbeiterschaft

Liebe Gemeinde, liebe Schwestern und Brüder, der Apostel Paulus hat während seiner verschiedenen Missionsreisen nicht nur gepredigt wie ein Wanderprediger, sondern er ist ein Stück weit geblieben und hat Gemeinden gepflanzt – gegründet. Neue Gemeinden. Er war Missionar. Wenn es eine Missionar oder eine Missionarin schafft, dass wirklich eine Gemeinde entsteht und nicht wie ein Strohfeuer erlischt, sobald der Wanderprediger, der Pfarrer, die Pfarrerin z.B. die Stelle wechseln, den Ort, dann ist das ein Wunder Gottes vor unseren Augen. Dann hat Christus Gestalt gewonnen vor unsren Augen und Ohren.

Allerdings mit Händen in den Schoß legen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen geht das nicht. Paulus und seine Mitarbeiter haben Briefe an ihre Gemeinden geschreiben. sie haben Boten geschickt, die ihnen berichteten, wie Saat aufgegangen ist. Die Saat des Evangeliums. Gerade in Korinth war diese ständige Begleitung – wenn auch nur aus der Ferne – überlebenswichtig für diese neugegründete Gemeinde in der Hafenstadt, ein Konglomerat von verschiedenen Weltanschauungen und Lebensauffassungen. Wie schnell wurden da Ikonen gezaubert und gegeneinander ausgespielt. Auch in der Gemeinde: Paulus gegen Apollos, Apollos gegen Paulus.

Aber gerade das waren die Momente für den Lehrer der Völker, Christus zu verkündigen und nicht Stilfragen zu erörtern: einen anderen Grund kann niemand legen, als der, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Da hören dann die philosophischen beziehungsweise theologischen Schulen auf, denn: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Diejenigen, die auf diesen Grund bauen, der g e l e g t ist. Ja, das geht nicht ohne ein gewisses Risiko. Da ist auch scheitern möglich. Paulus redet von Feuer, ja vom Feuer des Gerichtes, durch welches die Zeugen des Wortes Gottes, des gekommenen und wiederkommenden Christus, gehen werden.

Was hat jeder, jede einzubringen?

Paulus erwartet, daß nach der Grundlegung die Gemeinde mit ihren Gaben, jeder Einzelne mit seinem Fundusetwas beiträgt zu zu dem OIKOS, dem Haus, ja dem Tempel der Gemeinde. Denn im Stil des Bundes Gottes mit seinem Volk geht es um den Tempel, der gebaut wird, nachhaltig.

Wahrhaftig.

Ehrlich.

Mit dem Wertvollsten, was jeder beizusteuern in der Lage ist.

Und auch – wenn es schief geht: „Gott hält die ganze Welt in seiner Hand. Er hält auch dich und mich in seiner Hand. Er wird dich halten, auch wenn du es nicht geschafft hast mit deinem Tempelbau, deinem Kirchenbau, deiner Mitarbeiterschaft.

Ja, er wird dich retten. Es ist eine spannende Sache: der Gemeindeaufbau. Gut, daß wir einen Gott haben, der in Jesus Christus vergibt.

Denn: es geht um die EHRE GOTTES, nicht um unsere Eitelkeiten. Es geht um seine Verherrlichung, an der wir teilhaben im glauben an Jesus Christus. Um nicht mehr und nicht weniger. Die Gemeinde Jesu in dieser Welt darzustellen, der Welt „ein Schauspiel zu geben“ – damit werden wir durch den HERRN zu Mitarbeitern Gottes und seines HEILANDSWERKES, wie das Bischof Scharf einmal ausgedrückt hat.

Aber wir brauchen keine Angst zu haben. Es ist ein Netz unter uns gespannt, wenn wir die Balance nicht halten können. Seine Gnade und Barmherzigkeit. Das gibt uns die nötige Ruhe und Gelassenheit an s Werk zu gehen und in seinem Auftrag Kirche und Gemeinde helfen so attraktiv zu machen, daß sie an Strahlkraft zunimmt und Menschen anzieht und nicht abstößt.

Insofern ist das keine alte Story, die sich vor 2000 Jahren abgespielt hat. Sie spielt sich bis auf den heutigen Tag ab und der HERR wartet, daß wir seine Werkzeuge werden, damit Menschen in der Erkenntnis Seines Friedens und Seiner Gerechtigkeit handeln und die Welt nicht aufgeben, sondern freundlicher machen. In kleinen Schritten, die spürbar sind in meiner unmittelbaren Umwelt. Schenke es uns der DREI EINIGE GOTT, dass wir Früchte des Glaubens hervorbringen. Damit die Welt Hoffnung schöpfen kann.

„Und wir unseren Lohn empfangen.“

Dem Apostel liegt daran, dass wir das ernst nehmen, ja, daß es uns heilig ist Mitarbeiter Gottes zu sein. Um sein Reich in dieser Welt mit auf zu bauen. In seinem Weinberg wirklich präsent zu sein. AMEN

Gemeindepredigt in der Coronazeit am 30. 8. 2020 in Mahlsdorf (Berlin) nach dem so genannten ersten Brief des Apostel Paulus an die von ihm gegründete Gemeinde in Korinth, Kapitel 3 Verse 9 – 17.